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Trauminsel Sri Lanka

Kobra am Strand

Schlangenbeschwörer

Schlangenbeschwörer warten schon am Flughafen

Schon zweimal besuchte ich Sri Lanka oder Ceylon wie man diese wunderschöne Insel früher nannte. Das erste mal zusammen mit meiner Frau und einem befreundetem Ehepaar, was meinen "Expeditionsdrang" naturgemäß gewaltig bremste. Das zweite mal alleine, um fernab des Strandlebens mehr von Land und Leuten kennen zu lernen. Ausgangspunkt war Colombo die Hauptstadt. Mein erstes Ziel war der Adam`s Peak, der für mich schönste Berg im Hochland von Sri Lanka. Für einen starken Raucher eine anstrengende "Besteigung" die aber mit einem herrlichen Ausblick belohnt wurde. 

Hochland von Sri Lanka

Panorama im Hochland Sri Lanka`s

Das nächste Ziel war Kandy und der Tempel des heiligen Zahns . Mit dem Bus ein wahrhaft abenteuerliches Unternehmen für reiseverwöhnte Europäer. Fast acht Stunden schaukelte der altersschwache Bus mit unzähligen Stopps bergauf und bergab durch die Insel bis ich mein Ziel erreichte. Alleine der Botanische Garten von Peradeniya bei Kandy war die lange Fahrt wert.

Kandy mit dem Tempel des heiligen Zahn

Nach zwei Tagen ging es dann weiter um die ehemaligen Königsstätten von Polonnaruwa, Anuradhapura und die Felsentempeln von Dambulla zu besichtigen. 

Höhlentempel in Dambulla

Ein Höhepunkt der Tour war die 200 Meter hohe Felsenfestung von Sigiriya. Diese sagenumwobene Königsstätte auf einem steil in die Höhe ragendem Felsen wollte ich unbedingt erkunden.  

Der Löwenfelsen

Aus dieser Entfernung sah er noch gar nicht so groß aus.

Es war ja geplant den Aufstieg am frühen Morgen zu bewältigen, aber wie immer kam alles ganz anders. Der Fahrer des von mir  gecharterten Wagens kam natürlich, freundlich lächelnd, 2 Stunden später als ausgemacht, so dass ich erst um 12 Uhr am Löwenfelsen eintraf. Wer den Löwenfelsen schon einmal bei glühender Hitze erstiegen hat, direkt am Felsen herrschen Temperaturen von bis zu 45 Grad, weis, welch ein Schweißtreibendes Unterfangen das ist. Der erste Teil , bis zu den Fresken der Wolkenmädchen, ist noch gut über Treppen begehbar. Weiter oben aber, waren nur noch stufenartige Vertiefungen in den fast senkrechten Fels gehauen und nur die Sicherung durch ein, nicht immer vertrauenerweckendes, Eisengitter verhinderte bei einem Ausrutschen oder Stolpern den sicheren Sturz in die Tiefe. 

Hier kann man die in den Fels gehauenen Stufen und das Sicherungsgitter sehr gut erkennen.

Hier beginnt der Aufstieg

Auf halber Höhe befinden sich die wunderschönen
Fresken der Wolkenmädchen.

Links der Aufgang zum Löwenfelsen.

Ein weiterer Höhepunkt und zugleich der Abschluss der Tour war der Besuch des Yale Nationalpark. Leider durfte man nur mit einem Führer auf Erkundung gehen, was, wie sich jeder denken, wieder mit Einschränkungen verbunden war. Obwohl der Führer sehr nett war, schien es mit seinem Wissen um die Tiere im Nationalpark nicht weit her zu sein. Alles was Flügel hatte war ein Wasservogel, davon gab es dann auch große, kleine, schwarze, weiße, bunte usw. Aber ich will mich nicht beschweren, zu den Großtieren wie Elefant, Krokodil und Wasserbüffeln führte er mich mit fast traumwandlerischer Sicherheit.

Im Nationalpark Yala

Elefant im Yala Nationalpark

Elefant im Yale Nationalpark

Reptilien aber, waren in seinen Augen alle giftig und hochgefährlich. Als ich zum fotografieren einiger Warane und Krokodile das Auto verließ war er völlig mit den Nerven fertig und hupte, kaum das ich mich 50 Meter entfernte und forderte mich händeringend auf doch wieder einzusteigen. In gebrochenem Deutsch erzählte er von wahren Schauergeschichten über von Krokodilen und "giftigen" Waranen getöteten Touristen. Ganz abgesehen von den überall vorhandenen "giftige" Schlangen. Als ich ihm dann erzählte, das ich in insgesamt 5 Wochen auf Sri Lanka nur drei Pythons, 2 Kettenvipern, eine Kobra sowie einige kleinere mir nicht bekannten Nattern gesehen hatte, schüttelte er angesichts "dieses blinden Deutschmann`s" nur den Kopf. 
Krokodil im Yala Nationalpark

Krokodil im Yale Nationalpark

Bengalenwaran

Bengalenwaran im Yale Nationalpark, diese Waranart war
nicht so häufig zu sehen wie die überall vorhandenen Bindenwarane.

Bindenwaran

Einer von unzähligen Bindenwaran in einer Lagune.

Bindenwaran in einer Lagune

Schwimmenden Bindenwaran

Celylon Tigerpython Python molurus pimbura

Ceylonesischer Tigerpython (Python molurus pimbura)

Python molurus pimbura

Die letzten 3 Tage verbrachte ich dann in einem Strandhotel in Beruwala. In der Nähe dieses Hotels befand sich eine sehr schöne Lagune. Bei mehreren Ausflügen mit einem Katamaran konnte ich dort noch viele Bindenwarane beobachten. Dies war jedoch nur in den frühen Morgenstunden möglich, da ab 10 Uhr die Schnellbootausflüge der Gäste aus den umliegenden Hotels began

Mein Fazit:

Sri Lanka, freundliche hilfsbereite Menschen, faszinierende Kultur, traumhafte Landschaften und eine vielfältige Tier und Pflanzenvielfalt. 

Weit mehr als zwei Reisen wert.