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Acrantophis dumerili

Dumerili`s oder Südliche Madagaskarboa

Acrantophis dumerili

Als wir vor Jahren 4 Babies (2,2) der Dumerils oder Südlichen Madagaskarboa (Acrantophis dumerili)  erwarben, wussten wir nicht wie viel Freude wir mit diesen schönen, relativ kleinbleibenden Boas lange Zeit haben würden. Nach einer problemlosen Aufzucht der Tiere, erzielten wir seit ihrem 2. Lebensjahr jährlich Nachzuchten. Die Wurfgröße schwankt zwischen 9 und 15 Jungtieren deren Aufzucht völlig unproblematisch war. Die Größe unserer sehr ruhigen Zuchttiere (kein Tier hat jemals nach uns gebissen) lag deutlich unter 200cm. Obwohl WA I / Anhang A Status, sind sie, wenn genügend Platz vorhanden selbst für Anfänger zu empfehlen. Viele Besitzer  unserer Nachzuchttiere können mittlerweile eigene Nachzuchten vorweisen.

Geburt von Acrantophis dumerili

Acrantophis dumerili kurz nach der Geburt

Geburt von Acrantophis dumerili

Geburt von Acrantophis dumerili

Geburt von Acrantophis dumerili

Wie hielten wir unsere Tiere:
Terrariengröße 150x80x80cm. Temperatur am Tage 30-32 Grad, in der Nacht 22-23 Grad. Eingerichtet mit Zierkorkröhren als Versteckplätze einer Trinkschale (unsere Tiere badeten nie) sowie als Bodengrund Buchenspäne. Das ganze zierte noch ein knorriger Ast der jedoch nur der Dekoration diente und von den Tieren nicht oder nur ganz selten als Klettergelegenheit benutzt wurde. Lieber wühlten sich die Tiere in den Bodengrund ein. Hier konnten wir ein Verhalten beobachten das wir bisher  in ähnlicher Form nur von Morelia viridis kannten. Nahe des Kopfes wird das Schanzende aus dem Bodengrund gestreckt und mit wedelnden Bewegungen versucht Beutetiere anzulocken. Besonders erstaunlich ist dieses Verhalten in der Hinsicht, dass die Tiere nur tote Futtertiere erhalten und trotzdem dieses Verhalten zeigen. Ärgerlich reagierten unsere Tiere nur bei dem gelegentlichem Besprühen des Terrariums, dann verschwanden sie sofort in den Zierkorkröhren und kamen erst wieder zum Vorschein wenn das Terrarium abgetrocknet war. 
Neugeborene Babies sollten unbedingt einzeln gehalten werden, es kam schon wiederholt vor, dass sie Kannibalische Anwandlungen zeigten. Immer wieder zeigen auch einige Jungtiere eine Vorliebe für Kücken und weigern sich anfangs an Ratten und Mäuse zu gehen. Hier hilft der Trick mit auf die Maus aufgeklebten Kückenfedern meistens um sie an Mäuse und Ratten zu gewöhnen.